Abhängig von statischen Anforderungen, Spannweiten, Nutzlasten und dem jeweiligen Baukonzept kommen unterschiedliche Deckensysteme zum Einsatz. Die industrielle Vorfertigung ermöglicht sowohl standardisierte Lösungen für serielle Bauvorhaben als auch projektspezifisch angepasste Ausführungen.
Elementdecken (Halbfertigteile)
Elementdecken bestehen aus vorgefertigten dünnen Betonschalen mit integrierter Bewehrung, die auf der Baustelle verlegt und anschließend mit Ortbeton ergänzt werden. Sie sind besonders im Wohnungsbau verbreitet, da sie wirtschaftlich sind und eine flexible Anpassung an Grundrisse und Installationen ermöglichen.
Hohlplatten- und Spannbetondecken
Diese Deckensysteme werden vorgespannt hergestellt und verfügen über Hohlkammern, wodurch sie bei geringem Eigengewicht große Spannweiten erreichen. Durch ihre wirtschaftliche Materialnutzung und hohe Tragfähigkeit eignen sie sich besonders für Gewerbe-, Industrie- und Parkbauten. Spannbetondecken sind als Fertigdecken, Klimadecken und Massivdecken erhältlich. Klimadecken sind Spannbeton-Fertigdecken mit integrierten Heiz- / Kühlmodulen und dienen der thermischen Aktivierung der Spannbeton-Fertigdecke, was mittels wasserdurchflossener Rohrregister oberhalb der Spannbewehrung erfolgt, natürlich unter Einhaltung der Oberflächentemperaturen im wärmephysiologisch zugelassenen Bereich, für Wohn- und Nichtwohnbauten.
Massivdecken als Vollfertigteile
Massivdecken werden komplett im Werk vorgefertigt und als geschlossene, tragfähige Elemente auf die Baustelle geliefert. Sie eignen sich besonders für Projekte mit klar definierten Rastermaßen, da sie eine hohe Präzision, kurze Bauzeiten und sofort belastbare Konstruktionen ermöglichen.
Sonder- und Funktionsdecken
Sonderdecken integrieren bereits im Werk Haustechnik, Aussparungen, Einbauteile oder Systeme zur thermischen Aktivierung. Die werkseitige Integration technischer Komponenten reduziert Schnittstellen, minimiert Koordinationsaufwand und beschleunigt die Ausbauphase erheblich.